In Folge sechs des Podcasts haben wir uns mit Videospiel-Genres und ihrer Funktion beschäftigt. Jetzt gehen wir in die nächste Runde und nehmen Stealth-Games unter die Lupe. Dabei geht es um Heimlichkeit, Verstecken und darum, dass wir andere sehen, die uns nicht sehen.

Titelbild: Thief (2014) / Square-Enix

Sehen und gesehen werden

Der psychologische Blick auf Schleichspiele führt uns zur Frage, durch welche Handlungen das Genre gekennzeichnet ist, wie voyeuristisch das ist und welche geistigen Funktionen eigentlich nötig sind, um festzustellen, ob die anderen uns gerade sehen können.

Die Befähigung, das Verhalten anderer Menschen durch Zuschreibung mentaler Zustände zu interpretieren wird auch als Theory of Mind bezeichnet. Diese Fähigkeit ist besonders wichtig, wenn wir wissen wollen, was Feinde in einem Spiel vorhaben, ob sie uns sehen können und wie sie sich weiter verhalten werden. Wie vorhersehbar und nachvollziehbar das Gegnerverhalten in Stealth-Games ist, nimmt auch Einfluss darauf, ob wir ein Spiel als fair und befriedigend erleben.

TLDR:
  • Willkommen, Jessica Kathmann!
  • Was macht das Stealth-Genre aus?
  • Wir sprechen über Schleichen, Verstecken und Heimlichkeit
  • Grenzüberschreitung und der Reiz des Verbotenen
  • Sind Stealth-Spiele voyeuristisch?
  • Stealth-Games als Power-Fantasy
  • Unterlegenheit versus Überlegenheit
  • Was weiß ich darüber, was die Gegner wissen?
  • Was bricht die Immersion bei Schleichspielen?
  • Wann gelingen Schleichspiele?
Links zur Folge

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4 comments on “Stealth-Games: Ich sehe wen, der mich nicht sieht – Podcast E008

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Comments

  1. Bjørn Dez 20, 2020

    Diese Folge ist wieder mal ein Beispiel dafür, wie interessant der Podcast gestaltet ist. Obwohl ich kaum noch spiele, kann ich als ehemalig regelmäßiger Gamer viel mit den Inhalten anfangen und finde sie vor allem fast immer interessant und relevant für mich. Dazu kommt, dass mir der Podcast nicht nur fachlich gefällt, sondern auch der Humor aller Beteiligten das Ganze angenehm locker macht und es Spaß bereitet zuzuhören. Vielleicht liegt das ja auch an der coronabedingten Isolation, aber im Prinzip habe ich das Gefühl, ständig in die Gespräche einsteigen zu können – und zu wollen, weil Thema und Niveau jeweils sehr zugänglich bleiben.

    • Jessica Kathmann Dez 20, 2020

      Hallo Bjørn, vielen Dank für deine vielen lobenden Worte unter den Folgen! Das war ja eine tolle Überraschung heute Morgen! 😀
      Mich hat hier insbesondere der Satz gefreut: „… aber im Prinzip habe ich das Gefühl, ständig in die Gespräche einsteigen zu können – und zu wollen, weil Thema und Niveau jeweils sehr zugänglich bleiben“. Das ist genau das, was wir mit unseren Folgen auch erreichen möchten. Wir plaudern zwar zu dritt, aber ich denke während der Aufnahme immer wieder daran, dass uns Menschen zuhören und möchte, dass sie das Gefühl bekommen, dass wir sie „mitnehmen“. Wenn das gelingt, ist es wirklich fantastisch! Durch das Podcast-Format ist natürlich nur ein zeitversetzter Austausch mit unseren Hörer*innen möglich, aber auch da kommen wir gern mit dir / euch ins Gespräch. Wenn du magst, darfst du natürlich auch gern auf unserem Discord vorbeischauen!
      https://discord.gg/wkqcMh9

      Liebe Grüße,
      Jessica

  2. Ich höre gerade die Folgen sequentiell nach, daher ist der Kommentar vielleicht etwas nutzlos, wenn sich die Dinge in der Zukunft gebessert haben sollten, aber meiner Meinung nach sollte man sich nicht so strikt an einen roten Faden halten, sondern eine Diskussion einfach ihren Lauf nehmen lassen. Unterbrechungen wie „Ihr sprecht ja gerade über x und y, aber bei mir steht z auf dem Zettel, daher jetzt mal gefälligst damit weiter“ (auch wenn ein „wir kommen später nochmal auf x und y zurück“ kommt).
    Und als Mediziner sowas raushauen wie „…das Gesicht ist ein Organ…“ *facepalm*
    Die Theory of Mind wurde ja schon verständlich, aber um ehrlich zu sein war das einführende Beispiel einfach grauenhaft. Vielleicht kriegt man das im Studium so beigebracht? Aber als Normalo muss man sich schon echt die Birne verbiegen, um bei diesem aufwändig ausgedachten Versuchsaufbau dahinter zu steigen, was denn im Endeffekt nun eigentlich gezeigt werden soll.
    Achja, und ich finde schon, dass eine angemessen aufmerksame Wache aufgrund einer Schuhspitze oder Teile einer Schulter direkt an einer Häuserecke, die dort einfach mal hervorstechen würden, durchaus Alarm schlagen oder zumindest mal nachschauen würde, was es damit auf sich hat. Zudem hat man ja als Wache sowieso nicht viel zu tun, da kann man auch mal ab und zu auf- und abgehen, schon allein um sich die Zeit zu vertreiben.

    • Hallo H,

      danke für dein Feedback! Cool, dass du so diszipliniert durch unsere Ursuppe schwimmst! 😀 Wir sind kurz vor Release von Folge 52 und ich bin mir sicher, viele Abläufe sind heute flüssiger als damals.

      Tatsächlich sind wir keine Mediziner*innen. Die Psychologie ist zwar benachbart, aber eine andere Disziplin. Der Begriff des Organs wurde hier nicht medizinisch verwendet, sondern nur umgangssprachlich 🙂

      Beste Grüße und weiter viel Spaß beim Hören. Wir freuen uns auch über weiteres Feedback!